Herzlich willkommen auf unserer Homepage. Wir möchten Ihnen auf unseren Sites einen Überblick über die mittlerweile sehr vielfältigen Aufgaben unserer Feuerwehr geben.

 

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Landesbewerb 2010

 

Nesselwängle heißt wörtlich übersetzt: Eine kleine Grasfläche mit Brennesseln und war - wie das gesamte Tannheimer Tal - ein Weidegebiet der Alemannen.

Der Ort wurde erstmals 1434 urkundlich erwähnt. Er wurde vom Hochstift Augsburg den Habsburgern streitig gemacht und kam 1453 endgültig an Tirol. Die damaligen Bauern erklärten vor Gericht, daß sie stets freie österreichische Untertanen gewesen wären und nur im Appenzellerkrieg genötigt worden seien, sich dem Hochstift Augsburg zu unterwerfen. Die ersten Ansiedler stammten aus Aschau, und später zogen auch Leute vom Westen her ins gerodete Almgebiet.

Im Hinblick auf die Ausfuhr von Salz aus Hall wurde 1550 eine Straße von Reutte ins Tannheimer Tal neu
angelegt für den Transport in die Bodenseegegend.
Diese Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte war sehr entscheidend für das Fortbestehen der damaligen Bewohner.
Durch den Bau der Arlbergstraße 1782-1785 wurden die Salzrodfuhren vom Tal abgelenkt und so kamen für die Bauern mit den geringen landwirtschaftlichen Erträgen schlechte Zeiten. Um die Existenz ihrer oft kinderreichen Familien zu sichern, suchten sie Arbeit als Maurer, Stukkateure und Handlanger und kamen als solche in fast alle europäischen Staaten. Diese waren es, die um 1750 aus dem Odenwald im Herbst die ersten Kartoffeln mit in ihre Heimat brachten.
Schon bald setzten Auswanderungen ein. Nicht zu vergessen seien auch noch die »Schwabenkinder« , die über den Sommer im Schwabenland als Hüterbuben und unter schwerer Arbeit verdienen gegangen sind. Im Herbst dann nach Hause kamen und daheim mit ihrem Geld den Eltern für einige Zeit wieder über die Runden geholfen haben.

Kirchlich gehörte Nesselwängle wie alle Orte des Tales zur Talpfarre Tannheim, wurde 1794 Lokalkaplanei und 1891Pfarrei. Ein Kirchlein stand bereits im 15. Jh. auf der Lähn und wurde 1720 von einer Lawine fortgerissen.

1722 wurde mit dem Neubau begonnen und1732 als Kirche zu »Maria Himmelfahrt « eingeweiht, die jedoch 1882 niederbrannte, aber 1885 wiederhergestellt wurde.

Bedeutende Persönlichkeiten waren: Willibald Hengg, ein Sohn des Lehrers und Komponisten Johann Sebastian Hengg, er war 1. Geiger der Wiener Hofoper und Musik-interpret von internationalem Ruf sowie der Schützenmajor Lorenz Peintner (1765-1818), Führer der Außerferner Schützenkompanien während der Freiheitskämpfe von 1809.

Nesselwängle, ursprünglich ein Haufendorf am Fuße der Roten Flüh, dazu gehören die Weiler Haller am Haldensee, Rauth und Schmitte mit der Wasserscheide des Tannheimer Tales. Nach dem 2. Brand (1882) und wegen Gefährdung der vier Wildbäche wurde es mit der Zeit ein Straßendorf, doch es blieb ein Ort, in dem noch vieles so ist, wie es anderswo einst war.

Nachfolgende Schilderungen über die Brandkatastrophen
am 10. Oktober 1863 und 18. März 1882 wurden den Berichten mehrerer Augenzeugen entnommen:

Schon seit Jahren haben sie das väterliche Gut bewirtschaftet, die zwei Hansler-Mädle; nun hat im Sommer die jüngere, die Marie geheiratet. Der Brauch, daß das ältere der Geschwister den Hof bekommt und die anderen ausgezahlt werden, besteht im Außerfern nicht,dort wird alles geteilt: der Viehstand, die Fahrnisse, die Ernte, die Felder und selbst das Haus. So mußten auch die Hansler-Mädle teilen. Bei den Erdäpfeln fing es an, dann holte die Marie 5 Hennen aus dem Stall und später eine Kuh. Eine. Kuh steht noch im Stall, aber die Nann, die ältere, trinkt schon seit 8 Tagen keinen Kaffee mehr und ißt nichts, weil es ihr die Kehle zuschnürt. Jetzt sind sie droben im Stadel und teilen das Heu. Die Marie und Er. Die Nann geht gar nicht hinauf, weil sie es nicht mitansehen kann, wie sie teilen. Sie bleibt lieber in der Küche und im Stall und arbeitet. Das Geschirr klappert und die Stalltür schlägt auf und zu. Wie die Schwester mit ihm herunter kommt, ist eine Schüssel zerschlagen und das Vieh noch nicht ge-füttert. Auch das Nachtessen ist noch lange nicht bereitet und es wird schon zeitig Nacht, denn es ist Anfang Oktober. So gehen die anderen heim und für sich allein zu kochen, ist der Nann nicht der Mühe wert. Darum geht sie schlafen.

Doch die Nacht ist lang und kein Berg drückt so schwer, wie das Dunkel schlafloser Nächte. Allein das Herz hört man schlagen bis in die Schläfen, und hin und wieder knistert das Holz oder eine Katze schleicht unterm Dach über die Diele. Die Nann kann kein Auge schließen und das Dunkel steht stille. Als sie am Morgen aufstand, hockt sie sich im Stadel vor den Heustock der Schwester und weint vor Zorn.

Heute teilen sie den Mist. Die Marie fährt die Fuhren auf die Felder und die Nann steht daheim auf dem Misthaufen und ladet die Wagen auf. Die Weiberleute müssen selber fuhrwerken, denn Nesselwängle ist arm, seit die Bahnen gehen und die Straßen tot geworden sind. Die Männer sind fast alle bis zum Beginn des Winters im Ausland auf der Arbeit; nur wenige den Sommer über daheim und diese wenigen heute beim Schießen in Innsbruck. Hanslers 'Nann lehnt auf dem Stil, der in den Misthaufen gestoßenen Gabel und sieht der feldwärts fahrenden Fuhre nach. Sollte sie nicht doch einmal schauen gehen, wie sie gestern geteilt haben?

Mit unwiderstehlicher Gewalt zieht es sie nach der Tenne, wo das Gut der Schwester liegt neben dem ihrigen. Wie die Schwester um die Ecke biegt, läßt sie die Gabel stecken und eilt hinein. Duftend liegt das Heu in zwei große Haufen geschichtet, links das eine, rechts das andere. Das bringt sie wieder zum Weinen und stampft mit den Füßen zu Boden. Doch die Marie wird bald zurückkehren, um die nächste Fuhre, und sie eilt wieder hinab und legt Mist auf den Wagen. Doch wie die Marie wieder fort ist, macht es sie wieder sinnen, das schöne Heu. Sie hat es noch gar nicht recht gesehen, denn es war bisher viel zu dunkel in der Tenne. Sie blickt um sich, dann läuft sie nochmals hinein. Ist der Heustock der Schwester nicht schöner und größer als ihr Teil? Nein, sie ist nicht neidig, aber alles was recht ist! Wie die Schwesterum die nächste Fuhre kommt, schwitzt die Nann vor Arbeit und Eile. Aber sie kann es kaum erwarten, bis die andere wieder wegfährt, dann eilt sie neuerdings in die Tenne. Der Heustock derSchwester ist ganz sicher schöner und größer als der ihrige,
ganz sicher. Oh, wie die Menschen schlecht sind! Und das von ihrer eigenen Schwester! Wie die Marie um die dritte Fuhre kommt, ist der Wagen erst halb geladen und sie muß warten, bis er voll ist. Die Marie will ein paar Worte reden mit der Nann, aber die scheint schlecht gelaunt und gibt keine Antwort. Weil sie so bös aussieht, denkt sich Marie: »Du kannst mich gern haben«! und redet auch nichts. Dann fährt sie fort mit der Fuhre. Und schon ist die Nann wieder beim Heu. Das viele, schöne Heu! Das soll sie ihrer Schwester lassen?

Dieser Betrügerin! Schwarz wird es ihr vor den Augen. Sie läuft hinaus und wieder hinein. Die Schwester
soll es nicht haben.

Der Oktoberwind streift durch den Stadel und über das Dorf. Es ist richtiger Spätherbst. Die Bäume kahl und der Himmel trüb, doch die Ernte daheim und die Leute nur noch draußen auf den leeren Äckern beim Düngen. Überall fahren sie Mist und breiten ihn aus auf den Feldern.

Da steigt im Dorf dunkler Rauch auf. Beim Hansler, »Jessas, Feuer!« und niemand im Tal als Weiber und Kinder. Beim Hansler brennt es lichterloh. Die Schindeldächer flammen wie Kienholz. Und zum Nachbarn leckt das Feuer mit roten, gierigen Zungen.

Einmal - zweimal- dreimal- da kracht der Dachstuhl zusammen, daß die großen Windsteine bis in die Keller poltern - hoch schlägt das Feuer - und jetzt brennen die Nachbardächer auch - und das ganze Dorf. Alte Bauernhäuser, Holz, dürr von Jahrhunderten - und Heu und Stroh - und Fleiß und Ernte -
und Hab und Gut. Wer löscht? - Niemand. Wer rettet? - Niemand. Nur die Stalltüren reißen die Weiber
auf vor Angst und Wäsche tragen sie auf den Anger und Geschirr werfen sie zum Fenster hinaus vor
Schreck, weil die Lohe immer näher rast und die Funkengarben fliegen und die Dachstühle krachen und lodern.

Ein einziger Mann im Dorf, ein Halblahmer, der das Hinfallen hat, dann der hochwürdige Herr Kurat und ein 16-jähriges Studentlein, diese zerren die Feuerspritze aus dem Schuppen, doch über die holprige Gasse
bringen sie sie nicht hinauf bis zur Dorfstraße und so ist auch die Spritze verbrannt.

Am Abend stehen neun Feuerwehren aus den Nachbarorten um die rauchenden Trümmer, aber es ist alles
schon vorbei. Nur verkohlte Sparren rauchen noch und die Glut lauert in der Asche. Ein Gendarm hat die Hansler Nanni übernommen. Jetzt ist sie ganz nüchtern und gibt alles zu. Nur das Heu hat die Schwester
nicht haben sollen. So verbrannte Nesselwängle am Rosenkranzfreitag 1863; 42 Häuser wegen einer handvoll Heu.Das wenige Vieh, welches die Leute gerettet haben, mußten sie wegen Futtermangels um jeden Preis verkaufen - und von was sollen nun die armen Leute leben, wenn ihnen nicht einmal ein Tropfen Milch übrig geblieben ist?

Die ehevor nicht wohlhabenden Leute sind nun wahrhaft arm geworden und für sie galt das alte Sprüchlein: »Wo die Not am größten, ist die Hilfe am nächsten«.

Der 18. März 1882 war ein fast wolkenloser, warmer und vollkommen windstiller Frühlingssamstag. Alle Felder bis auf die »Möser« waren gänzlich aper und überall herrschte - nach den vielen Sonnentagen - eine große Trockenheit.

Nachmittags, etwa nach 2 Uhr, erscholl plötzlich der Ruf »Feuer«. Vom Haus Nr. 3 stieg dunkler Rauch
auf. Anton Erdle und der Bestler, die im Oberdorf Dach deckten, waren die ersten am Brandplatz. Das
Feuer hatte bei ihrer Ankunft einen neben dem Kamin befindlichen Dachrafen und neben der darunter stehenden Hobelbank die Späne und das Holzzeug stark angebrannt.

Inzwischen läuteten die Glocken Sturm. Durch die Post (Pferdegespann), die eben nach Reutte abfuhr, wurde Weißenbach verständigt und um Hilfe gebeten. Anstatt den beiden Obgenannten beim Löschen mit 2 oder 3 Eimer Wasser auf den Dachboden zu Hilfe zu kommen, was nach dem Austragen zum
Eindämmen des Feuers vollkommen genügt hatte, lief man in der Aufregung zum Schulhaus hinunter,
schleppte das ungeschlachte Ding von einer Feuerspritze herauf, brachte sie vor dem Brandobjekt in Stellung und schüttete das in Kübeln vom Brunnen herbeigeholte
Wasser in deren unförmlichen Kasten. 0 Schreck! das Wasser rann zum Entsetzen aller aus allen nur möglichen Fugen und Ritzen. Während andere Leute inzwischen mit dem Retten des Viehs und dem Austragen des Hausrates begonnen hatten, suchte man eifrig nach einem Werg (Hanf), um die Feuerspritze abdichten zu können. Glücklicherweise fand man eines im Brandobjekt. Als man mit dem Pumpen begann, rann es über dem Wasserkasten und an den Wasserleitungen.
Es mußte neuerdings gestopft und abgedichtet werden. Währenddessen versuchte der damalige Kreuzwirt
Johann Peintner mit einigen Kübeln Wasser das Feuer einzudämmen, was ihm aber der großen Rauchentwicklung wegen nicht mehr gelang. Von den vom brennenden Schindeldach herabfallenden Steinen wurde er immer mehr gefährdet und mußte den Dachraum verlassen. Endlich konnte die Feuerspritze in Tätigkeit treten; der Erfolg war ein kläglicher, weil der dünne Wasserstrahl nur knapp bis zur Höhe der Dachrinne hinaufzuplätschern vermochte. Wäre die verwahrloste Feuerspritze nicht gewesen, so hätte nach Aussage aller Augenzeugen der entstehende Brand mit fast sicherem Erfolg bekämpft werden können. In unglaublich kurzer Zeit griff das Feuer auf das Haus Nr. 4 über und dann auf Kreuzwirts Stadel. Die ungeheure Hitze verursachte einen derart starken Luftzug, daß glühende Kohlenstücke und brennende Dachschindeln nur so durch die Luft herumgewirbelt wurden und Richtung Oberdorf nahmen. Plötzlich kam Viktoria Erdle aus Haus Nr. 15 händeringend auf die Straße gelaufen und rief um Hilfe, weil es im Oberdorf auch schon brenne.

Die Oberdörfler rannten heimwärts und löschten das schon an mehreren Stellen brennende Dach des Hauses 15. In Eimern holten sie das Wasser aus dem Stadelbach und boten es auf einer Leiter einander hinauf. Kaum war hier die größte Gefahr beseitigt, rief man auch schon beim Christler, Haus Nr. 24, um Hilfe. Auch hier mußte das Wasser mit Eimern aus dem Stadelbach herbeigeholt werden. Inzwischen trugen Kinder und alte Leute ständig Hausrat aus den Häusern ins Freie. Nachdem im Dorf Kreuzwirts Stadel lichterloh brannte und sich das Feuer im Oberdorf auszubreiten begann, wurden immer weniger der Löschenden, denn in den gefährdeten Gegenden begann nun auch schon ein allgemeines Austragen und Retten der notwendigsten Sachen. Allmählich traf von den Nachbargemeinden Hilfe ein, die die erschöpften Nesselwängler unterstützten und die Löschaktion vollständig übernahmen.

Das Vieh wurde von den Besitzern ins Freie gejagt und von den Kindern zur Not gehütet. Am meisten zu schaffen gaben dabei die gezogenen Saugkälber. Viele der Tiere hatten von den herabfallenden Glutstücken Brandwunden und manchen mußte das brennende Haar gelöscht werden.
Die Leute hatten alle soviel zu tun, daß sie im Oberdorf nicht wußten, wie es im Unterdorf aussieht und umgekehrt. Durch einen Windstoß wurde das Feuer auf das Haus Nr. 50 und von hier aus auf das Kirchendach und Gasthaus »Weisses Kreuz« übertragen.

Der Hochw. Kurat Rupprechter hatte mit Hilfe auswärtiger Leute die Sakristei größtenteils geräumt und
alles auf der Widumbuind aufgestapelt. In seiner größten Bedrängnis kniete er vor seinen wirren Haufen von Paramenten und kirchlichen Sachen nieder und flehte seine Landsmännin aus Eben, die hl. Notburga, um Hilfe für den Widum und die geretteten Kirchensachen sowie das Dorf hinter der Kirche an. Er gelobte dabei, die Verehrung im Dorfe zu fördern und zum Dank ihr Bildnis an der Straßenseite des Widums malen zu lassen.

Tatsächlich griff hier das Feuer nicht mehr weiter. Rupprechter hat später dann sein Versprechen eingelöst, und seitdem thront diese Tiroler Heilige in der Kirche auf dem rechten Seitenaltar und am Widum.
Die Tannheimer Feuerwehr vermochte nur unter der größten Anstrengung das Haus Nr. 44 zu halten und
ein Weitergreifen des Feuers entlang der Straße zu verhindern. Die Leute standen in zwei Reihen auf der
Straße und boten in Eimern das Wasser vom Stadelbach zur Spritze. Dabei fiel ein Tannheimer, der einen
hölzernen Stelzfuß hatte, in seinem Eifer so unglücklich in den Bach, daß er sich beide Beine brach. Der
westliche Teil des Oberdorfes und östlich vom Stadelbach, das Haus Nr. 22 lag bis zum Abend vollkommen in Schutt und Asche. In der Schwande droben begann inolge des Glutregens der ausgebreitete Mist zu brennen.

Der durch den Großbrand verursachte Luftzug war so stark, daß verkohlte Dachschindeln und Wandtapetenstücke bis auf der Aschauer Alm im Frühjahr beim Schwenden gefunden wurden. Auf den Wängler Feldern fand man im April ein halbverbranntes Schriftstück, das die Unterschrift des hiesigen Lehrers Hengg trug.

Es waren 19Häuser, darunter 10, die schon 1863eingeäschert wurden, samt der Kirche, die diesem Brand
zum Opfer fielen.

Als Brandursache wurde angenommen, daß eine Jungfrau, die in der auf dem Dachboden befindlichen
Werkstatt auf das Fest Josefi - ihren Namenstag - ihre Kleider ausbügelte, und aus Unachtsamkeit fiel ihr
eine glühende Kohle aus dem Bügeleisen in die neben der Hobelbank liegenden Holzabfälle.

Dies war der Anlaß zur Einführung einer Zwangsfeuerwehr in Nesselwängle.

Idealismus und Weitsicht, vor allem aber die Erkenntnis der organisierten Nächstenhilfe waren es, vor 100
Jahren, am 25. Jänner 1883, bei einer allgemeinen Gemeindeversammlung die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zu beschließen. Die Treue und die Begeisterung der Zugehörigkeit zur Feuerwehr war in hohem Maße vorhanden. Dabei war sie auf sich selbst angewiesen und konnte nicht auf die finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde rechnen. So wurden als Eintrittsgebühr 40 und als jährlicher Mitgliedsbeitrag 20 Heller kassiert. Mit diesem Geld und den eingegangenen Spenden sowie einer Unterstützung vom Landsverband konnten im Jahre 1912 Feuerwehrmützen angeschaffen werden. Der Reinerlös von der Aufführung des Freilichtspieles »Tirols Freiheitsjahr 1809« im Fasching 1930 und »Rosa von Tannenburg« am 6. April 1931 ermöglichte den Kauf des Stoffes für 42 Feuerwehrblusen;
den Schneiderlohn von S 11,50 für die Bluse mußte jedes Mitglied selbst bezahlen.

1937 ist in Rauth ein eigener Löschzug aufgestellt worden.
Mit Inkrafttreten des Reichsfeuerwehrgesetzes vom 24.Oktober 1939 wurde verordnet, daß die Feuerwehren den Gemeinden unterstellt sind und das Vermögen an die Gemeinde übergeht.

Am 24. März 1941 war Feueralarm, das Haus Nr. 53 stand in vollen Flammen. Die Wehren des Tales konnten nicht verständigt werden, nur die Wehr Reutte, 12Mann mit Motorspritze waren mit im Einsatz und so konnte ein Übergreifen auf die umliegenden Häuser verhindert werden.

 

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