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Herzlich willkommen auf unserer Homepage. Wir möchten Ihnen auf unseren Sites einen Überblick über die mittlerweile sehr vielfältigen Aufgaben unserer Feuerwehr geben.
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Nesselwängle heißt wörtlich übersetzt: Eine kleine Grasfläche mit Brennesseln und war - wie das gesamte
Tannheimer Tal - ein Weidegebiet der Alemannen. Der Ort wurde erstmals 1434 urkundlich erwähnt. Er wurde vom Hochstift Augsburg den Habsburgern streitig gemacht und kam 1453 endgültig an Tirol. Die damaligen Bauern erklärten vor Gericht, daß sie stets freie österreichische Untertanen gewesen wären und nur im Appenzellerkrieg genötigt worden seien, sich dem Hochstift Augsburg zu unterwerfen. Die ersten Ansiedler stammten aus Aschau, und später zogen auch Leute vom Westen her ins gerodete Almgebiet. Im Hinblick auf die Ausfuhr von Salz aus Hall wurde 1550 eine Straße von Reutte ins Tannheimer Tal neu Kirchlich gehörte Nesselwängle wie alle Orte des Tales zur Talpfarre Tannheim, wurde 1794 Lokalkaplanei und 1891Pfarrei. Ein Kirchlein stand bereits im 15. Jh. auf der Lähn und wurde 1720 von einer Lawine fortgerissen. 1722 wurde mit dem Neubau begonnen und1732 als Kirche zu »Maria Himmelfahrt « eingeweiht, die jedoch 1882 niederbrannte, aber 1885 wiederhergestellt wurde. Bedeutende Persönlichkeiten waren: Willibald Hengg, ein Sohn des Lehrers und Komponisten Johann Sebastian Hengg, er war 1. Geiger der Wiener Hofoper und Musik-interpret von internationalem Ruf sowie der Schützenmajor Lorenz Peintner (1765-1818), Führer der Außerferner Schützenkompanien während der Freiheitskämpfe von 1809. Nesselwängle, ursprünglich ein Haufendorf am Fuße der Roten Flüh, dazu gehören die Weiler Haller am Haldensee, Rauth und Schmitte mit der Wasserscheide des Tannheimer Tales. Nach dem 2. Brand (1882) und wegen Gefährdung der vier Wildbäche wurde es mit der Zeit ein Straßendorf, doch es blieb ein Ort, in dem noch vieles so ist, wie es anderswo einst war. Nachfolgende Schilderungen über die Brandkatastrophen Schon seit Jahren haben sie das väterliche Gut bewirtschaftet, die zwei Hansler-Mädle; nun hat im Sommer die jüngere, die Marie geheiratet. Der Brauch, daß das ältere der Geschwister den Hof bekommt und die anderen ausgezahlt werden, besteht im Außerfern nicht,dort wird alles geteilt: der Viehstand, die Fahrnisse, die Ernte, die Felder und selbst das Haus. So mußten auch die Hansler-Mädle teilen. Bei den Erdäpfeln fing es an, dann holte die Marie 5 Hennen aus dem Stall und später eine Kuh. Eine. Kuh steht noch im Stall, aber die Nann, die ältere, trinkt schon seit 8 Tagen keinen Kaffee mehr und ißt nichts, weil es ihr die Kehle zuschnürt. Jetzt sind sie droben im Stadel und teilen das Heu. Die Marie und Er. Die Nann geht gar nicht hinauf, weil sie es nicht mitansehen kann, wie sie teilen. Sie bleibt lieber in der Küche und im Stall und arbeitet. Das Geschirr klappert und die Stalltür schlägt auf und zu. Wie die Schwester mit ihm herunter kommt, ist eine Schüssel zerschlagen und das Vieh noch nicht ge-füttert. Auch das Nachtessen ist noch lange nicht bereitet und es wird schon zeitig Nacht, denn es ist Anfang Oktober. So gehen die anderen heim und für sich allein zu kochen, ist der Nann nicht der Mühe wert. Darum geht sie schlafen. Doch die Nacht ist lang und kein Berg drückt so schwer, wie das Dunkel schlafloser Nächte. Allein das Herz hört man schlagen bis in die Schläfen, und hin und wieder knistert das Holz oder eine Katze schleicht unterm Dach über die Diele. Die Nann kann kein Auge schließen und das Dunkel steht stille. Als sie am Morgen aufstand, hockt sie sich im Stadel vor den Heustock der Schwester und weint vor Zorn. Heute teilen sie den Mist. Die Marie fährt die Fuhren auf die Felder und die Nann steht daheim auf dem Misthaufen und ladet die Wagen auf. Die Weiberleute müssen selber fuhrwerken, denn Nesselwängle ist arm, seit die Bahnen gehen und die Straßen tot geworden sind. Die Männer sind fast alle bis zum Beginn des Winters im Ausland auf der Arbeit; nur wenige den Sommer über daheim und diese wenigen heute beim Schießen in Innsbruck. Hanslers 'Nann lehnt auf dem Stil, der in den Misthaufen gestoßenen Gabel und sieht der feldwärts fahrenden Fuhre nach. Sollte sie nicht doch einmal schauen gehen, wie sie gestern geteilt haben? Mit unwiderstehlicher Gewalt zieht es sie nach der Tenne, wo das Gut der Schwester liegt neben dem ihrigen. Wie die Schwester um die Ecke biegt, läßt sie die Gabel stecken und eilt hinein. Duftend liegt das Heu in zwei große Haufen geschichtet, links das eine, rechts das andere. Das bringt sie wieder zum Weinen und stampft mit den Füßen zu Boden. Doch die Marie wird bald zurückkehren, um die nächste Fuhre, und sie eilt wieder hinab und legt Mist auf den Wagen. Doch wie die Marie wieder fort ist, macht es sie wieder sinnen, das schöne Heu. Sie hat es noch gar nicht recht gesehen, denn es war bisher viel zu dunkel in der Tenne. Sie blickt um sich, dann läuft sie nochmals hinein. Ist der Heustock der Schwester nicht schöner und größer als ihr Teil? Nein, sie ist nicht neidig, aber alles was recht ist! Wie die Schwesterum die nächste Fuhre kommt, schwitzt die Nann vor Arbeit und Eile. Aber sie kann es kaum erwarten, bis die andere wieder wegfährt, dann eilt sie neuerdings in die Tenne. Der Heustock derSchwester ist ganz sicher schöner und größer als der ihrige, Dieser Betrügerin! Schwarz wird es ihr vor den Augen. Sie läuft hinaus und wieder hinein. Die Schwester Der Oktoberwind streift durch den Stadel und über das Dorf. Es ist richtiger Spätherbst. Die Bäume kahl und der Himmel trüb, doch die Ernte daheim und die Leute nur noch draußen auf den leeren Äckern beim Düngen. Überall fahren sie Mist und breiten ihn aus auf den Feldern. Da steigt im Dorf dunkler Rauch auf. Beim Hansler, »Jessas, Feuer!« und niemand im Tal als Weiber und Kinder. Beim Hansler brennt es lichterloh. Die Schindeldächer flammen wie Kienholz. Und zum Nachbarn leckt das Feuer mit roten, gierigen Zungen. Einmal - zweimal- dreimal- da kracht der Dachstuhl zusammen, daß die großen Windsteine bis in die Keller poltern - hoch schlägt das Feuer - und jetzt brennen die Nachbardächer auch - und das ganze Dorf. Alte Bauernhäuser, Holz, dürr von Jahrhunderten - und Heu und Stroh - und Fleiß und Ernte - Ein einziger Mann im Dorf, ein Halblahmer, der das Hinfallen hat, dann der hochwürdige Herr Kurat und ein 16-jähriges Studentlein, diese zerren die Feuerspritze aus dem Schuppen, doch über die holprige Gasse Am Abend stehen neun Feuerwehren aus den Nachbarorten um die rauchenden Trümmer, aber es ist alles Die ehevor nicht wohlhabenden Leute sind nun wahrhaft arm geworden und für sie galt das alte Sprüchlein: »Wo die Not am größten, ist die Hilfe am nächsten«. Der 18. März 1882 war ein fast wolkenloser, warmer und vollkommen windstiller Frühlingssamstag. Alle Felder bis auf die »Möser« waren gänzlich aper und überall herrschte - nach den vielen Sonnentagen - eine große Trockenheit. Nachmittags, etwa nach 2 Uhr, erscholl plötzlich der Ruf »Feuer«. Vom Haus Nr. 3 stieg dunkler Rauch Inzwischen läuteten die Glocken Sturm. Durch die Post (Pferdegespann), die eben nach Reutte abfuhr, wurde Weißenbach verständigt und um Hilfe gebeten. Anstatt den beiden Obgenannten beim Löschen mit 2 oder 3 Eimer Wasser auf den Dachboden zu Hilfe zu kommen, was nach dem Austragen zum Die Oberdörfler rannten heimwärts und löschten das schon an mehreren Stellen brennende Dach des Hauses 15. In Eimern holten sie das Wasser aus dem Stadelbach und boten es auf einer Leiter einander hinauf. Kaum war hier die größte Gefahr beseitigt, rief man auch schon beim Christler, Haus Nr. 24, um Hilfe. Auch hier mußte das Wasser mit Eimern aus dem Stadelbach herbeigeholt werden. Inzwischen trugen Kinder und alte Leute ständig Hausrat aus den Häusern ins Freie. Nachdem im Dorf Kreuzwirts Stadel lichterloh brannte und sich das Feuer im Oberdorf auszubreiten begann, wurden immer weniger der Löschenden, denn in den gefährdeten Gegenden begann nun auch schon ein allgemeines Austragen und Retten der notwendigsten Sachen. Allmählich traf von den Nachbargemeinden Hilfe ein, die die erschöpften Nesselwängler unterstützten und die Löschaktion vollständig übernahmen. Das Vieh wurde von den Besitzern ins Freie gejagt und von den Kindern zur Not gehütet. Am meisten zu schaffen gaben dabei die gezogenen Saugkälber. Viele der Tiere hatten von den herabfallenden Glutstücken Brandwunden und manchen mußte das brennende Haar gelöscht werden. Der Hochw. Kurat Rupprechter hatte mit Hilfe auswärtiger Leute die Sakristei größtenteils geräumt und Tatsächlich griff hier das Feuer nicht mehr weiter. Rupprechter hat später dann sein Versprechen eingelöst, und seitdem thront diese Tiroler Heilige in der Kirche auf dem rechten Seitenaltar und am Widum. Der durch den Großbrand verursachte Luftzug war so stark, daß verkohlte Dachschindeln und Wandtapetenstücke bis auf der Aschauer Alm im Frühjahr beim Schwenden gefunden wurden. Auf den Wängler Feldern fand man im April ein halbverbranntes Schriftstück, das die Unterschrift des hiesigen Lehrers Hengg trug. Es waren 19Häuser, darunter 10, die schon 1863eingeäschert wurden, samt der Kirche, die diesem Brand Als Brandursache wurde angenommen, daß eine Jungfrau, die in der auf dem Dachboden befindlichen Dies war der Anlaß zur Einführung einer Zwangsfeuerwehr in Nesselwängle. Idealismus und Weitsicht, vor allem aber die Erkenntnis der organisierten Nächstenhilfe waren es, vor 100 1937 ist in Rauth ein eigener Löschzug aufgestellt worden. Am 24. März 1941 war Feueralarm, das Haus Nr. 53 stand in vollen Flammen. Die Wehren des Tales konnten nicht verständigt werden, nur die Wehr Reutte, 12Mann mit Motorspritze waren mit im Einsatz und so konnte ein Übergreifen auf die umliegenden Häuser verhindert werden.
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