Herzlich willkommen auf unserer Homepage. Wir möchten Ihnen auf unseren Sites einen Überblick über die mittlerweile sehr vielfältigen Aufgaben unserer Feuerwehr geben.

 

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Landesbewerb 2010

 

Abgestürzte Bäume auf der B199-km 10,4

Am Montag, 22.08.2011 wurden die Pagerträger der FF-Nesselwängle nach einem heftigen, aber sehr lokalen Regenguss aus Ihrem Feierabend geholt. Der Kleineinsatz mit der Einsatzmeldung "Ab/Umgesürtztes Objekt-Wichtiger Verkehrsweg" lies zu Beginn auf einen baldiges Einrücken in die Gerätehalle schließen, doch weit gefehlt.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Polizei bereits vor Ort und berichtete von einem Unfall: Ein PKW konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und war auf einen Baumstamm aufgefahren. Wir beschränkten uns zunächst auf das Absichern der Unfallstelle, schickten aber auf Anfrage der Polizei mehrere Mitglieder in den von der Straße nicht einsehbaren Hang hinauf, um die Ursache des Baumsturzes fest zu stellen. Als unsere Feuerwehrmänner in besagtem Hang waren, lösten sich weitere.morsche Bäume und donnerten ins Tal. Unten angekommen, beschädigten diese einen weiteren PKW, welcher am angrenzenden Parkplatzes eines Hotels stand.

In Abstimmung mit der Polizei informierten wir nun die zuständigen Behörden, welche gegen 20:45Uhr eintrafen. Es wurde eine Sperre der B199 verhängt, bis der Hang wieder einsehbar war, da es zu gefährlich war, in der beginnenden Nacht in den Hang einzusteigen.

Da es sich bei dieser Gefahrenstelle um die einzigen Straßenverbindung zwischen Haller und Haldensee handelt, und somit das restliche Tannheimer Tal nur noch über deutsches Gebiet erreichbar war, wurde auf Anordnung der Polizei der südseitige Uferweg als Rettungsweg frei gehalten. Zur Unterstützung wurde die FF Grän über die Leitstelle Tirol alarmiert.

Am Morgen des nächsten Tages wurde eine gemeinsame Begehung der Behörde gemeinsam mit der Bundesstraßenverwaltung, der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Gemeinde und der Feuerwehr durchgeführt. Hier konnte erstmals das gesamte Ereignis - Baumstämme,welche quer in den Hang als Lawinenschutz gebaut wurden - gesehen werden. Diese alten Stämme, welche morsch waren, wurden von einem unbekannten Ereignis endgültig geknickt und rutschten deshalb ins Tal. Es wurde entschieden, dass die Straße bis zur endgültigen Abräumung der Bäume und Steine, welche sich im Bereich der alten Verbauung gesammelt hat, gesperrt bleibt. Weiters wurden westseitig des Abrutsches weitere morsche Stämme gefunden, welche ebenfalls die Bundesstraße bedrohten.

Von einer Spezialfirma, welche durch die Straßenverwaltung organisiert wurde und Mitgliedern der Feuerwehr sowie der Gemeinde wurden die beiden Gefahrenstellen geräumt. Nach einer Abschlußbegehung gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung wurde gegen 16:00Uhr die B199 wieder für den Verkehr frei gegeben.

Dieses Ereignis hat uns wieder einmal gezeigt, dass auch kleine Ursachen eine große Wirkung zeigen können, zumal beim Abräumen des Hanges auch große Steine abgeräumt werden mußten, welche sich zT hinter Baumstämmen bzw der alten Lawinenverbauung verfangen hatten,jedoch zu jeder Zeit von selbst abgehen hätten können. Nicht auszudenken, was hier passieren hätte können, ist die B199 auch eine beliebte Ausflugsstrecke, speziell bei Motorradfahrern. Auch der unmittelbar neben der Bundesstraße verlaufende Uferpromendenweg war direkt gefährdet. Gott sei Dank war bei diesem Schadensereignis kein Personenschaden,weder an zivilen Personen, noch an Einsatzkräften zu bedauern.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen bedanken, welche bei der Abwicklung des Einsatzes direkt oder indirekt beteiligt waren, besonders bei den Kameraden der FF Grän, welche ebenfalls ca. 20h im Dauereinsatz standen, und die manchmal recht wüsten Beschimpfungen der Kraftfahrer ertragen mußten, obwohl eine großräumige Umleitung seitens der Straßenverwaltung eingerichtet wurde, und Meldungen über die Straßensperre ständig im Radio gesendet wurde.

 

Bericht Tiroler Tageszeitung